
Ein Bericht vom Weltsozialforum in Dakar
von Delphine Pommier
Von 6ten bis 11ten Februar war Thomas Händel als Abgeordneter des Europäischen Parlaments (MEP) und stllv. Vorstandsvorsitzender der Rosa Luxemburg Stiftung auf dem 11. Weltsozialforum in Dakar, Senegal. Das Weltsozialforum eröffnet Räume, in denen soziale Bewegungen aus aller Welt sich frei äußern können. Wichtig ist hier, dass die Bevölkerungen aus aller Welt, durch soziale Bewegungen, Gewerkschaften, Komitees, Verbände und Vereine sich treffen, austauschen und diskutieren über eine Alternative zum heutigen finanzorientierten und Weltwirtschafts-Kapitalismus. Die globale Krise hat das Scheitern dieses Modells verdeutlicht, und es ist heute noch notwendiger als Gestern, eine nachhaltige, soziale, und ökologische Alternative zu entwickeln.
Thomas Händel hat an verschiedenen Seminaren und Workshops teilgenommen, konnte Meinungen austauschen mit Menschen aus afrikanischen und südamerikanischen Gewerkschaften, aus Netzwerken wie Transform! oder dem Komitee für den Erlass der Schulden der sogenannten "Dritten Welt". Im Rahmen dessen wurden verschiedene Themen diskutiert wie z. Bsp. Fragen der Nahrungsmittel - Souveränität und der Agrarpolitik in Afrika. Die globale Wirtschafts- und Sozialkrise war Mittelpunkt der Debatten, es wurde über die möglichen Antworten auf die Krise diskutiert, unter anderem aus der Gewerkschaftssicht.
Zusammen mit anderen MEPs hat Thomas mehrmals die Vorsitzenden der PIT (Parti de l’Indépendance et du Travail Sénégalais, Linkspartei des Senegals) getroffen, und sich mit ihnen über die schwierige politische und soziale Lage Senegals und die de-facto Diktatur des Präsident Wade unterhaltet. Bei dieser Gelegenheit haben alle Teilnehmer die Notwendigkeit betont, dass eine regelmäßige Zusammenarbeit zwischen den europäischen und afrikanischen Linksparteien stattfindet.
Darüber hinaus traf Thomas verschiedene Gewerkschafter aus Westafrika (Mali, Ghana, Guinea und Burkina Faso). Dabei wurde über die Bedingungen der Gründung und die Entstehung starker und unabhängiger Gewerkschaften in Afrika diskutiert. Kontakte für eine zukünftige Kooperation wurden geknüpft.
„Eine andere Welt ist möglich“. Das ist die Kernbotschaft tausender Menschen aus allen Ecken der Welt. Das elfte Weltsozialforum und das dritte in Afrika, es war einen Erfolg, und wurde mit der Ankündigung vom Austritt aus der Macht von Mubarak in Ägypten abgeschlossen, ein starkes Zeichnen der Wille des Wechsels. Gerade heute, im Kontext der Krise und ihrer Auswirkungen auf die Lebenssituation der Menschen, bleibt es entscheidend, an einer konkreten und realistischen Alternative weiter zu arbeiten. Der Kampf geht weiter...
Links:
Webseite des WSF: http://fsm2011.org/
Die Rosa Luxemburg Stiftung auf dem WSF: http://wsf2011.blog.rosalux.de/die-rls-auf-dem-forum/
Transform!: http://www.transform-network.org/
FGTB: http://www.fgtb.be/web/guest/home-fr
CADTM: http://www.cadtm.org/English